
Ende September wurde der REWE-Markt in Kamp-Bornhofen für eine Nacht zum Club.
250 Gäste feierten beim „Gemüse-Rave“, alle Tickets waren ausverkauft. Marktleiter Tim Ax wollte damit eine Alternative zum Nachtleben in Koblenz schaffen. „Ich habe gedacht, es wäre cool, hier auf dem Land etwas zu machen, weil die Leute müssen meistens bis nach Koblenz fahren“, so Ax gegenüber Merkurist.
Für die Party arbeitete Ax mit einem Veranstaltungskollektiv aus Dahlheim zusammen, das in der Region bereits Elektro-Partys veranstaltet. Die Gemüseabteilung blieb teilweise eingeräumt und wurde zur Tanzfläche.
Nachdem die Behörden grünes Licht gegeben hatten, konnte die Veranstaltung stattfinden. Ware sei dabei nicht beschädigt worden, sagte Ax: „Die Leute waren alle sehr human.“ Das Publikum sei bunt gemischt gewesen, berichtete der Marktleiter.
Neben jüngeren Gästen hätten auch zwei Frauen mitgefeiert, die laut Ax „locker über 70“ gewesen seien. Die Rückmeldungen zur Organisation und zur ungewöhnlichen Location seien positiv ausgefallen.
Im Kassenbereich boten Tätowierer von Downtown Tattoo Koblenz Motive an. Zwei Stammkunden ließen sich das Logo des Marktes stechen und erhielten dafür ein Jahr lang fünf Prozent Rabatt auf ihre Einkäufe.
Ax kann sich eine Wiederholung vorstellen. Ob es wieder ein Rave oder eine Party unter einem anderen Motto wird, ist noch offen. Zunächst will er ein Stimmungsbild der Community einholen.
Tatsächlich steht die Marke Rewe Raves äußerst positiv gegenüber und hat lokale Raves schon sei Längerem für sich entdeckt. So berichtete FAZEmag 2025 bereits über einen Techno-Rave in Rostock und einen weiteren in Gladbeck – beide in Filialen der Supermarktkette.
Quelle: Merkurist.
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