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1.400 Euro im Monat: Grundeinkommen für Kulturschaffende – dieses Land macht’s möglich

Irland macht sein Grundeinkommen für Kulturschaffende dauerhaft. Für die Fortführung des 2022 gestarteten Programms stellt die Regierung insgesamt 34,4 Millionen Euro bereit. Damit endet nach drei Jahren die Testphase und die Förderung geht in den Regelbetrieb über, wie Groove berichtet. Das Modell erreicht 2.000 ausgewählte Kunstschaffende, darunter Musiker und bildende Künstler. Sie bekommen jede Woche [...]

Irland macht sein Grundeinkommen für Kulturschaffende dauerhaft. Für die Fortführung des 2022 gestarteten Programms stellt die Regierung insgesamt 34,4 Millionen Euro bereit.

Damit endet nach drei Jahren die Testphase und die Förderung geht in den Regelbetrieb über, wie Groove berichtet. Das Modell erreicht 2.000 ausgewählte Kunstschaffende, darunter Musiker und bildende Künstler.

Sie bekommen jede Woche 325 Euro, was ungefähr 1.400 Euro im Monat entspricht. Die Zahlung soll ihnen regelmäßige finanzielle Sicherheit geben. Die Ergebnisse der dreijährigen Erprobung sprechen laut Medienberichten dafür, dass die Förderung künstlerische Arbeit erleichtert:

Empfänger konnten mehr Zeit in ihre Kunst investieren, hatten weniger Zukunftsängste und eine stabilere mentale Gesundheit. Wie groß der Bedarf ist, zeigt die Zahl der Bewerbungen: Für die 2.000 Plätze meldeten sich rund 10.000 Menschen. Die Nachfrage überstieg das Angebot damit deutlich.

Andere Länder und Institutionen erproben kleinere Modelle. Das kanadische Talk Is Free Theatre bietet einer begrenzten Zahl unabhängiger Künstler eine dreijährige Mindesteinkommensgarantie. Das Geld wird über einzelne Arbeitsverträge verdient; es handelt sich also nicht um ein staatliches Grundeinkommen für alle Kulturschaffenden.

In Minnesota erhielten 75 Künstler in einem zeitlich begrenzten Projekt 18 Monate lang monatliche Zahlungen. Finanziert wurde das Programm durch Stiftungen und private Spender.

Ein vergleichbares staatliches Grundeinkommen gibt es in Deutschland nicht. Die Künstlersozialkasse ermöglicht Selbstständigen Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, garantiert aber kein Mindesteinkommen. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD kündigt an, die soziale Absicherung von Kulturschaffenden zu stärken und stärker an ihre Arbeitsbedingungen anzupassen.

Quelle: Groove

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