
Der Tresor.West in Dortmund schließt Ende 2026. Was danach aus dem Keller unter der Phoenixhalle wird, ist noch offen. Gebäudeeigentümer Alexander Richter sagt, er bedauere das Aus des Clubs, könne die Gründe dafür aber nachvollziehen. Die Probleme solcher Clubkonzepte seien „ein europäisches Problem“.
Richter hält eine weitere Nutzung als Club für möglich. „Ich denke, dass wir eine vernünftige Nachnutzung hinkriegen werden“, sagt er. Ideal wäre aus seiner Sicht ein junger, ambitionierter Veranstalter, der auch die bestehende Einrichtung übernimmt.
Zwei Ansätze im Gespräch
Nach Informationen der Ruhr Nachrichten prüfen verschiedene Personen und Gruppen aus Dortmund, ob und wie sie den Keller künftig bespielen könnten. Öffentlich bekannt gemacht habe bisher jedoch niemand konkrete Pläne.
Das künftige Konzept müsse „zum Haus“ passen, sagt Richter. Derzeit gebe es Gespräche über zwei unterschiedliche Ansätze. Zu Inhalten oder möglichen Beteiligten äußert er sich nicht. Er könne sich aber vorstellen, dass der Ort für verschiedene Nutzungen geeignet sei.
Bestehende Infrastruktur soll erhalten bleiben
Der bisherige Betreiber Dimitri Hegemann soll so lange Mieter bleiben, bis eine neue Nutzung feststeht. Er betont, dass mit dem Tresor.West eine kulturelle Infrastruktur mit Publikum, Netzwerk und erprobten Abläufen entstanden sei. Neue Betreiber könnten darauf aufbauen. Hegemann eröffnete den Club im November 2019. Wenige Monate später folgte die Corona-Pandemie. Nach dem Neustart im Mai 2022 blieben laut dem Bericht die erhofften Umsätze aus.
Richter gehörte zu den Mitgründern der Konzerthalle, die 2018 als Warsteiner Music Hall mit einem Konzert der Fantastischen Vier eröffnet wurde. Der Konzertbetrieb kehrte nach der Pandemie nicht zurück. Ende 2023 zog die digitale Kunstschau Phoenix des Lumières ein; laut Richter läuft sie zufriedenstellend und ihr Mietvertrag wurde kürzlich verlängert.
Quelle: Ruhr Nachrichten
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